Psychotherapiewoche Bad Hofgastein
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Samstag – Donnerstag: 17.30 – 19.10 Uhr
Freitag: 15.30 – 17.10 Uhr

Selbsterfahrung
Psy2Modul 4
Psy3allgemeine & basale Theorie

301 | PHILOSOPHIE UND PSYCHOTHERAPIE
LEBEN, TOD UND DAS SEINKÖNNEN

Leitung: Michael Hackl

WARTELISTE

Leben und Tod gehören untrennbar zur menschlichen Existenz. Eine philosophische Bestimmung des Menschen darf Leben und Tod nicht als getrennte oder gar gegensätzliche Bereiche behandeln. In dieser Hinsicht sind auch die von Freud postulierten triebtheoretischen Gegensätze von Eros und Thanatos zu verstehen. Der Mensch ist von Anfang an nicht nur Lebender, sondern immer zugleich Sterblicher: Er existiert im Horizont seiner Endlichkeit.

Leben ist zeitlich und nicht ewig, unser Dasein ist ein „Sein zum Tode“ (Heidegger). Wir haben es uns nicht ausgesucht, in der Welt zu sein. Da wir es aber sind, fordern uns sowohl das Leben als auch der Tod heraus, unser existentielles Dasein aktiv zu gestalten. An diesem Punkt begegnen wir unmittelbar der Frage nach dem Sinn des Lebens, aber auch der nach unserer Verantwortung und Freiheit. Die Konfrontation mit dem Tod und unserer Endlichkeit bedeutet nicht, resignieren zu müssen; sie kann vielmehr Anlass sein, aus dem eigenen „Seinkönnen“ Kraft für einen tätigen „Neu-Anfang“ zu schöpfen (Arendt, Frankl). Im Seminar werden wir diese Problemlage im Rückgriff auf verschiedene philosophische Positionen (z. B. Leibniz, Kant, Freud, Heidegger, Camus) ausführlich diskutieren und mit der psychotherapeutischen Praxis in einen fruchtbaren Dialog bringen.

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